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Irmi Ranner-Sobihard (3.v.r.) begrüßt die Referenten

 

Im aktuellen Bebauungsplanverfahren konnte immerhin noch erreicht werden, dass für die Gestaltung der geplanten Bebauung im Bereich der Tiefgarage ein Fassadenwettbewerb ausgeschrieben werden muss. . Die Stadträte machten aber auch deutlich, dass man durch Zugeständnisse versucht hatte, Bauwerber zu finden, die sich der Ruinen im Sinne der Stadt annehmen. Wann und in welcher Form das Projekt realisiert wird, steht leider nach aktueller Einschätzung der Stadtverwaltung nicht fest.

Der Rundgang machte Stopp am Ludwigskreisel. „Ein klassischer Fall für eine Gestaltungssatzung“, stellte St. Rossteuscher fest. Hier hätte
z.B. mit einer Gestaltungssatzung verhindert werden können, dass im Umkreis von 100 Meter fünf verschiedene Arten von Straßenbeleuchtungskörper aufgestellt wurden.
 Auch die Gestaltung der Brunneneinfassung im Kreisel und der unübersichtliche Schilderwald  verdienten eine einfallsreichere Ausführung.

Über den Ratholdussteig, durch den Maxlrainer-Hof, in die Kirchzeile setzte sich der Rundgang fort.

Mit Blick auf das Kulisse prägende Stadtschloss – Amtsgericht - wurde deutlich, dass sich die Stadtverwaltung vorausschauend um die anstehende Vermarktung annehmen müsse, ehe sie, wie bei anderen Objekten geschehen, nur reagierend zu handeln fähig ist.

In der Kirchzeile, vor dem Gschwändler-Anwesen wurde noch einmal Halt gemacht.

Historische, das Stadtbild prägende Bausubstanz, augenscheinlich dem Verfall Preis gegeben, konstatierten die Teilnehmer. Kann das Bauamt oder der Denkmalschutz hier nicht tätig werden?

In Lindners Johannisstube wurde abschließend resümiert:
-- eine Gestaltungssatzung kann nur der Anstoß für eine positive     Stadtgestaltung sein;
--eine Satzung, wenn es denn eine wird, sollte auch bindenden Charakter haben;
--der Gestaltungswille sollte in den Köpfen aller Bürger verankert sein, die ihn von den entscheidenden Gremien auch einfordern.

Man solle ab und an mit den Augen eines Fremden durch unsere Stadt gehen, empfahl M. Stratbücker, um die Qualität unserer Stadt zu erfassen und um sich für deren Erhalt einzusetzen.

Mit der Erkenntnis, dass die Vorlage der Gestaltungssatzung nur ein erster Einstieg  und kein festgeschriebenes, abzuheftendes Ergebnis eines Arbeitskreises sein kann, dankte der ÜWG-Vorsitzende
 
Rudi Gebhart allen interessierten Teilnehmern und den fachkundigen Referenten für den informativen Nachmittag. (Gg)

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Mehr als zwanzig interessierte Bürger trafen sich  auf dem Marienplatz vor dem Hotel Lindners, um sich über die vom Stadtrat anvisierte Gesaltungssatzung zu informieren

Die Organisatorin, Irmi Ranner-Sobihard, die im Namen der ÜWG eingeladen hatte, stellte  eingangs die Gretchenfrage: „Was oder wem nutzt diese Gestaltungssatzung?“

Einige Mitglieder des Arbeitskreises „Gestaltungssatzung“ erläuterten das vorläufige Ergebnis ihrer Arbeit . Die Architekten Claudia Petzenhammer und Kaspar Zehetmaier brachten die begrenzte Einflussmöglichkeit zum Ausdruck, die dem Stadtrat und der städt. Bauverwaltung mit dieser Satzung zur Hand gegeben wird.
Kreisheimatpfleger
Mike Stratbücker warb voller Überzeugung für den Erhalt der identitätsbildenden Bausubstanz der Stadt Bad Aibling. „Wenn das Wesen des Stadtbildes nicht erhalten werden kann, wird aus Bad Aibling eine x-beliebige Stadt!“ war sein Tenor.

Der Rundgang startete „An der Waage“ und machte ersten Halt im Garten neben der Buchhandlung in der Rosenheimer Straße.

Vor JIMs-Bergwerk brachten die ÜWG-Stadträte Rudi Gebhart, Rosemarie Matheis, Stefan Rossteuscher und Dieter Bräunlich zurückblickend ihre Erfahrungen mit Grundstückserwerb und Vermarktung ein. Der Erhalt der historischen Bausubstanz am Kellerberg mit den tiefen, ehemaligen Brauereigewölben gestaltet sich aufgrund mehrfacher Besitzwechsel sehr schwierig.

in Sachen “Gestaltungssatzung”

Unterwegs mit der ÜWG .......

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